Wie und wo wir helfen

Sri Lanka

19 Millionen Menschen leben im Inselstaat Sri Lanka, dessen Fläche nur der Größe Bayerns entspricht. Der Tsunami vom Dezember 2004 hat die dichtbesiedelte Küstenregion hart und folgenreich getroffen.

Besonders stark zerstört wurde die Gegend rund um Kalmunai im Osten Sri Lankas. Allein hier waren über 8.500 Todesopfer zu beklagen. Die Hälfte der Stadt wurde von der Seewelle für rund drei Stunden völlig überflutet. Auch das Medikamentenlager des gesamten Distrikts bleib nicht verschont. Das Wasser vernichtete sämtliche Arzneimittel im Lager; das Gebäude wurde zerstört.

Seit 2006 engagieren sich die Apotheker ohne Grenzen für den Aufbau einer leistungsfähigen Krankenhausapotheke in Kalmunai. Dieses Gebäude wird dringend gebraucht, doch die Bauarbeiten nehmen wesentlich mehr Zeit in Anspruch als vergleichbare Projekte in Deutschland.

Die Baukosten haben sich immer wieder deutlich erhöht. Nach der Flut sind die Materialkosten beträchtlich gestiegen. Die politische Lage hat einen großen Einfluß auf  Bauvorhaben: Unmittelbar nach dem Tsunami wurde eine Waffenruhe vereinbart, um mit dem Wiederaufbau nach der Flut zu beginnen und um die ausländische Hilfe nicht zu gefährden.

Der Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den Liberation Tigers of Tamil Eelam flammte immer wieder auf und forderte zahlreiche Todesopfer. Auch ein am Bau beteiligter Ingenieur verlor durch ein Attentat sein Leben.

Für die Bauarbeiten bedeuten die Unruhen, dass beispielsweise das Baumaterial bewacht werden muß. Arbeiter verschiedener Ethnien können nicht gemeinsam beschäftigt werden. Investitionen in modernere Technik bleiben aus.

 

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