Die Apotheker ohne Grenzen unterstützen den Arzneimittelbezug einer Krankenstation in Hanga, einem Dorf im Süden des Landes. Die Krankenstation St. Bernard wird von einem Kloster einheimischer Benediktiner betrieben. Die steigenden Patientenzahlen zeugen vom Vertrauen, das die Menschen der Station entgegenbringen. Die Distanz von 40 Kilometern zum nächsten Krankenhaus in Songea ist für die meisten Kranken eine unüberwindliche Strecke.
Die Regelmäßigkeit unserer Unterstützung ist wichtig. So garantieren wir, dass lebenswichtige Medikamente immer in ausreichender Menge vorhanden sind, auch wenn das Budget der Krankenstation bereits überschritten ist. Um die Einkäufe zu optimieren, haben die Apotheker ohne Grenzen gemeinsam mit dem Personal der Krankenstation die Lagerhaltung für Arzneimittel und medizinisches Verbrauchsmaterial überarbeitet. Nun können der Bedarf eingeschätzt und die Lagermengen angepasst werden.
Viele Patienten blieben ohne die Hilfe der Apotheker ohne Grenzen unversorgt. Die geringe Gebühr von 500 Tansanischen Schilling, ca. 0,30 Euro, für eine Patientenkarte, die auch die ärztliche Untersuchung beinhaltet, ist nicht kostendeckend.
Doch mehr können die Menschen kaum bezahlen. Antibiotikasäfte oder Chininsäfte für Kinder sind besonders teuer. Jeder Patient soll, soweit möglich, seinen Beitrag zum Betrieb der Krankenstation leisten. Nicht selten machen sie von der Option Gebrauch, den Betrag zu stunden.
Weiterhin unterstützen die Apotheker die Bemühungen der Abtei, die Krankenstation zu einem „Health Center“ zu entwickeln, in dem auch stationäre Behandlungen möglich sein werden. Für das dazu neu eingerichtete medizinische Labor für Sputum-Tests auf Tuberkulose und weitere Untersuchungen wurden Laborgeräte zur Verfügung gestellt. Die kontinuierliche Verbesserung der räumlichen Ausstattung der Krankenstation ist einer der Faktoren zur Aufwertung der Krankenstation zum Health Center.
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